Tourenwagen Junior Cup: Zwei Triumphe für Tim Rölleke

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Tourenwagen Junior Cup: Zwei Triumphe für Tim Rölleke

(20.10.21) An diesem Wochenende bestritt der Tourenwagen Junior Cup auf der Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings die Saisonläufe sieben und acht. Auf dem 5,137 Kilometer langen Kurs in der Eifel machte Tim Rölleke die beste Figur, der Nachwuchspilot aus dem Team Konrad Motorsport durfte sich als Doppelsieger feiern lassen. Daniel Gregor begleitete ihn zweimal auf das Treppchen, Nick Hancke und Florian Vietze nahmen jeweils an einer Siegerehrung teil. Zwei Rennen vor Saisonschluss der Nachwuchsserie, die mit identischen VW up! GTI Cup gefahren wird, führt Gregor die Fahrerwertung an; sein Vorsprung auf Rölleke beträgt vier Zähler.  

Im ersten Rennen ging Tim Rölleke schon in der Anfangsphase in Führung, doch Nick Hancke, Florian Vietze und Daniel Gregor konnte er zunächst nicht abschütteln. Im sechsten Umlauf wagte Vietze einen Angriff auf den Spitzenreiter, beide VW up! berührten sich und das Talent aus den Reihen von Lubner Motorsport fiel ans Ende des Feldes zurück. Mit Gregor verbremste sich wenig später der nächste Verfolger von Rölleke, so dass Hancke auf Rang zwei vorrückte. Doch auch er fand keinen Weg vorbei am Leader, der nach neun spannenden Runden als Erster abgewinkt wurde. „Das Rennen war nicht einfach, ich musste mich teilweise richtig breit machen“, so Rölleke. „Zu Beginn habe ich Plätze verloren, aber die konnte ich mir schnell wieder zurückholen. Ich habe mich nicht verrückt machen lassen, sondern bin weiter fokussiert geblieben. Über den Sieg freue ich mich sehr, zumal diese Veranstaltung von meinem Heimatclub MSC Bork organisiert wurde.“

Hancke sah die Zielflagge als Zweiter vor Gregor. „Ich bin nicht so gut aus den Ecken rausgekommen wie Tim“, erklärte Vielstarter Hancke, der in der Eifel nicht nur die beiden Rennen des Tourenwagen Junior Cup bestritt. „Es war konditionell und auch von der Umstellung auf verschiedene Autos kein großes Problem, aber jetzt bin ich froh, dass der Tag zu Ende ist“, gab der Schützling des Teams Max Kruse Racing am Samstagabend zu. Elias Olsen, Marten Kruse und Linus Hahne komplettierten die Top Six.

Lauf zwei stand am Sonntag auf dem Programm und Tim Rölleke übernahm direkt nach dem Start die Spitze. Anfangs wurde er von Elias Olsen unter Druck gesetzt, doch Rölleke konnte seine Position erfolgreich verteidigen. Wenig später begann er, sich einen Vorsprung von fast vier Sekunden aufzubauen, während hinter ihm eine Fünfergruppe verbissen um die Platzierungen kämpfte. In Umlauf fünf eroberte Daniel Gregor die zweite Stelle und machte sich sofort auf die Verfolgung von Rölleke.

In der Schlussrunde konnte der Fahrer des KÜS Team Bernhard dann den Anschluss herstellen, für einen Positionstausch reichte es aber nicht mehr. „Ich bin mit meinem Wochenende dennoch zufrieden“, zog der zweitplatzierte Gregor Bilanz. „Ich wollte als Tabellenführer zum Finale nach Oschersleben fahren und das werde ich nun tun.“ Ähnlich wie Gregor, so konnte sich auch Florian Vietze im Laufe des Rennens aus der Verfolgergruppe lösen; er fuhr in der Folge einem sicheren dritten Platz entgegen. „Nach meinem Unfall gestern freue ich mich, heute das Podium erreicht zu haben.“ Die Ränge vier bis sechs gingen nach neun unterhaltsamen Rennrunden an Nick Hancke, Linus Hahne und Neuling Max Günther.

Meisterschaftsstand:
1. Daniel Gregor 119 Pkt.
2. Tim Rölleke 115 Pkt.
3. Nick Hancke 111 Pkt.
4. Florian Vietze 105 Pkt.

Über den Tourenwagen Junior Cup: Der Tourenwagen Junior Cup soll vor allem junge Motorsport-Talente ansprechen, die über keine oder nur sehr geringe Erfahrung im Automobilsport verfügen. Das Mindestalter der Teilnehmer liegt bei 15 Jahren. Pro Wochenende bestreiten die Youngster zwei 20-minütige Rennen, wobei ein Lauf stehend und einer fliegend gestartet wird. Für jedes Rennen gibt es zuvor ein Qualifying. Aktuell setzen alle eingeschriebenen Piloten auf den VW up! GTI Cup, der aus einem 1-Liter-Motor eine Leistung von rund 145 PS holt und damit ein Fahrzeuggewicht von gerade einmal 880 Kilogramm bewegen muss. Bei dem Fronttriebler verzichtet man bewusst auf elektronische Fahrhilfen wie ABS, ASR oder ESP.

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