Kevin Landwehr vom Pech in Most (CZE) verfolgt

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Kevin Landwehr vom Pech in Most (CZE) verfolgt

Am vergangenen Wochenende vom 30. August bis zum 1. September fand eines der Saisonhighlights des Renault Clio Cup Central Europe im Rahmenprogramm des Czech Truck Prix im tschechischen Most statt. Vor einer atemberaubenden Zuschauerkulisse von rund 80.000 Zuschauern wurden die Rennen neun und zehn des Markenpokals ausgetragen.

Nach dem Aufwärtstrend bei der Veranstaltung in der Motorsportarena Oschersleben blickte die Mannschaft rund um ADAC Weser-Ems Förderpilot Kevin Landwehr recht zuversichtlich auf die Läufe im Autodrom Most.

Am Freitag standen im Vergleich zu den anderen Rennveranstaltungen drei freie Trainings auf dem Programm. Das erste freie Training beendete der 21-jährige Tourenwagenpilot auf einem zufriedenstellenden zehnten Platz. Doch im zweiten und dritten freien Training bei ansteigender Außentemperatur stellten sich zunehmend technische Probleme mit dem Kühlsystem ein - die Folge war ein erheblicher Leistungsverlust des 220 PS starken Motors. Das Team rund um Kevin Landwehr arbeitete hart an der Behebung der Ursache, doch es wurde nur in kleinen Schritten besser. Am späten Abend spülten und überprüften die Mechaniker nochmals die komplette Kühleinheit, wodurch das Rennfahrzeug bestmöglich auf Qualifying vorbereitet wurde.

Am Samstagmorgen ging es für die 25 Akteure des Renault Clio Cup Central Europe auf die Zeitenjagd. Der Renault Clio R.S. IV CUP lief deutlich besser, war aber trotzdem noch nicht konkurrenzfähig mit den vorderen Rängen. Das Feld war unglaublich eng zusammen und Kevin Landwehr positionierte sich mit einem marginalen Abstand von nur acht Zehntelsekunden auf einem ernüchternden 18. Platz.

Zum Rennen entschied sich die Mannschaft unter der Leitung des Clio-Experten Alf Ahrens einige Komponenten der Kühleinheit zu tauschen. Am Samstagnachmittag ging Landwehr dann mit großer Motivation in das 30-minütige Sprintrennen. Am Start war es wieder äußerst turbulent, aber der Meller-Rennfahrer konnte sich aus allen Kollisionen raushalten und er konnte sogar schon zwei Plätze gutmachen. Aufgrund eines im Kiesbett verunfallten Rennfahrzeuges, musste eine Safety-Car-Phase eingeleitet werden. Der Re-Start erfolgte nach rund 15 Minuten. Dem jungen Studenten blieben nun noch rund 10 Minuten, um noch ein paar Plätze nach vorne zu kommen. Er glänzte mit sehr guten Rundenzeiten und sehr ausgeklügelten Überholmanövern. Am Ende konnte er einen zufriedenstellenden elften Platz über die Ziellinie bringen.

„Dafür, dass wir nur noch so wenig Zeit unter Rennbedingungen nach dem Safety-Car hatten, können wir mit dem Endresultat und der guten Aufholjagd recht zufrieden sein! Wir wissen nun, dass unser Rennfahrzeug wieder konkurrenzfähig ist, sodass wir im morgigen Rennen nochmal eine Aufholjagd in Angriff nehmen können.“, bewertete Landwehr den Ausgang des ersten Rennens.
Am Sonntagmittag ging es für die Teilnehmer des Renault Clio Cup Central Europe in das zweite Rennen. Landwehr musste wieder von ziemlich weit hinten ins Rennen starten, doch er überstand den Start äußerst gut und konnte sich direkt auf die 15. Position setzen. Im hinteren Abschnitt auf der 4,212 Kilometer langen Rennstrecke kam es dann allerdings zu einer Kollision. Landwehr wurde von einem ausweichenden Mitbewerber getroffen und dadurch ins Kiesbett geschleudert. Durch den Zusammenstoß wurde die Hinterachse seines Rennfahrzeuges beschädigt, wodurch eine Weiterfahrt an dem Rennen verhindert wurde.

Der Ausgang des zweiten Rennens ist sehr enttäuschend, aber Landwehr wurde völlig chancenlos aus dem Rennen genommen. „Dieses Wochenende war leider von Anfang bis Ende vom Pech verfolgt. Nun blicken wir wieder positiv auf die kommenden Rennveranstaltungen und lassen uns dadurch nicht runterziehen. Wir werden stärker zurückkommen“, blickt Kevin Landwehr zuversichtlich auf die nächsten Saisonläufe.

Die nächste Rennveranstaltung des Renault Clio Cup Central Europe findet vom 20. bis zum 22. September 2019 im Rahmenprogramm des Nascar American Fan Fest auf dem Hockenheimring statt.

Text und Bilder: Kevin Landwehr

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